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CBAM-Verifizierung: Beauftragen Sie den Prüfer vor Abschluss der Daten für 2026

Aug 26, 2026 · 6 min read

In short

Brasilianische Anlagen, die CBAM-Waren in die EU liefern, sollten noch im Berichtsjahr 2026 einen von einer nationalen Akkreditierungsstelle der EU akkreditierten Prüfer beauftragen. Laut dem am 24. August veröffentlichten Leitfaden der Kommission erfolgt die Verifizierung auf Anlagenebene, umfasst normalerweise eine physische Standortbegehung und prüft Monitoringplan sowie Emissionsberechnungen mit hinreichender Sicherheit. Prüfer können ab dem 1. September 2026 Zugang zum CBAM Registry beantragen, müssen sich innerhalb von zwei Monaten nach der Akkreditierung registrieren und stellen dort ab Januar 2027 Verifizierungsberichte aus. Der EU-Importeur reicht die CBAM-Erklärung ein; der Hersteller muss jedoch Daten, Systeme und Anlage zugänglich machen, damit der Käufer verifizierte tatsächliche Emissionen statt Standardwerte verwenden kann.

Für ein brasilianisches Stahlwerk, einen Aluminiumhersteller oder eine Düngemittelfabrik sollte die CBAM-Verifizierung beginnen, bevor die Produktionsdaten für 2026 abgeschlossen sind. Der Leitfaden der Europäischen Kommission vom 24. August empfiehlt Anlagenbetreibern, früh im Berichtsjahr einen akkreditierten Prüfer zu beauftragen und die Verifizierung noch während des laufenden Jahres zu starten. Der Grund ist praktisch: Lücken im Monitoringplan, bei Vorproduktdaten oder Messungen lassen sich leichter schließen, bevor der jährliche Emissionsbericht feststeht. Wer wartet, bis der EU-Käufer seine Erklärung zusammenstellt, macht aus einem Datenproblem ein Kapazitäts- und Terminproblem.

Der Prüfer lässt sich nicht allein nach seinem Ruf auswählen. Die CBAM-Akkreditierung wird von einer nationalen Akkreditierungsstelle der EU erteilt und hat einen festgelegten sektoralen Geltungsbereich. Der Hersteller muss daher bestätigen, dass die Prüfgesellschaft für die Waren und Prozesse der betreffenden Anlage akkreditiert ist. Vor Annahme des Auftrags bewertet der Prüfer seine Unabhängigkeit, Fachkompetenz, personellen Ressourcen, Zeit und Arbeitsfähigkeit im Land der Anlage. Eine allgemeine CO2-Beratung kann Daten vorbereiten, doch nur ein ordnungsgemäß akkreditierter und im Registry registrierter CBAM-Prüfer kann den formellen Bericht erzeugen.

Dies ist eine Anlagenprüfung, keine Freigabe am Schreibtisch. Der Prüfer bewertet den Monitoringplan, testet Datenflüsse, Kontrollen, Messungen und Berechnungen der eingebetteten Emissionen und muss hinreichende Sicherheit erreichen. Eine physische Standortbegehung ist der Regelfall, weil Anlagengrenzen, Produktionsprozesse, Messgeräte und Emissionsquellen geprüft werden müssen. Virtuelle Besuche oder Ausnahmen sind nur unter festgelegten Bedingungen möglich. Wer in den ersten CBAM-Verifizierungszyklus geht, sollte Zugang vor Ort, Gespräche mit Mitarbeitenden und eine belastbare Nachweiskette einplanen, statt von einer reinen Fernprüfung auszugehen.

Das Registry gibt dem Ablauf nun eine feste Reihenfolge. Akkreditierte Prüfer können ab dem 1. September 2026 Zugang beantragen und müssen innerhalb von zwei Monaten nach Erhalt ihrer Akkreditierung die Registrierung einreichen. Ohne Registry-Zugang können sie keinen gültigen Verifizierungsbericht erstellen. Ab Januar 2027 werden die Berichte im Registry ausgestellt; dort können zugelassene EU-Anmelder die verifizierten Daten zu tatsächlichen Emissionen für ihre Jahreserklärungen abrufen. Die rechtliche Einreichung bleibt Aufgabe des Importeurs, doch die Fabrik bestimmt, ob die zugrunde liegenden Nachweise verwendbar sind.

Der sinnvolle nächste Schritt ist eine kurze Bereitschaftsakte je Anlage: betroffene CBAM-Waren und Produktionsprozesse, aktueller Monitoringplan, Ausgangs- und Vorproduktdaten, Messprotokolle, verantwortliche Personen, mögliche Prüfer mit passendem Akkreditierungsumfang und ein Zeitfenster für die Standortbegehung. Damit wird sichtbar, ob die Verifizierung planbar ist oder ob Standardwerte weiterhin die realistische Grundlage für die Erklärung des Käufers bleiben. Ein Opportunity Scan kann diese Entscheidung neben den CO2-Kosten und der gesamten Route Brasilien–EU einordnen, bevor der Berichtskalender zum Engpass wird.

Geschäftsinformationen, keine Rechts- oder Steuerberatung.

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